Jimmy Giuffre - Western Suite - 180g LP SD 1330

Western Suite
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Audiohpile 180g LP Auflage vom englischen Label Pure Pleasure Records. Alle LPs von Pure... mehr
Produktinformationen "Western Suite"

Audiohpile 180g LP Auflage vom englischen Label Pure Pleasure Records. Alle LPs von Pure Pleasure enthalten extrem hochwertige master an denen Größen wie Kevin Grey und Steve Hoffman arbeiten. Die LPs werden bei Pallas in Deutschland nach audiophilen Maßstäben gepresst. Einige US Plattenlabels vertreiben mittlerweilen auch bei Pallas gepresste Schallplatten, da die heimische Plattenschmiede RTI zuweilen sehr stark ausgelastet ist. Die Kritiken summen auch im Ausland lobeshymnen über die deutschen audiophilen Pressungen.

Zum Ende des Jahres 1957 löste der Jazz-Saxophonist, -Klarinettist, -Komponist und -Bilderstürmer Jimmy Giuffre die originale "Jimmy Giuffre 3“ mit Ralph Pena und Jim Hall auf. Anfang 1958 bildete er für Plattenaufnahmen ein neues Trio, ohne Rhythmusgruppe. Für das Album "Trav'lin' Light" gehörten Hall (Gitarre) und der unterbewertete Gigant der Posaune, Bob Brookmeyer, zu seinem neuen Trio.
Ein Jahr lang traten sie gemeinsam entlang der gesamten Westküste auf und spielten auf Sommerfestivals, machten Schallplattenaufnahmen und spielten sogar in Klubs in New York. Sie wurden zu einem Trio abenteuerlustiger Musiker, für die die Form kein Hindernis für Kreativität war.
Als sich das Jahr dem Ende zuneigte, wollte Giuffre die Zusammenarbeit des Trios noch einmal dokumentieren, da er spürte, dass sie sich dem Ende zuneigte. Er komponierte die aus vier Sätzen bestehende "Western Suite", wobei er die Stärken des Trios berücksichtigte, um zu zeigen, wie sie als Band im Verlauf des Jahres zusammengewachsen waren. Das Stück selbst ist die krönende Leistung einer Karriere, zu der auch die Entdeckung der Talente Steve Swallow und Paul Bley ebenso gehört wie die wahrhaft revolutionäre Aufnahme von "Free Fall" für Columbia drei Jahre darauf. Die Wurzeln dieser Denkweise liegen in diesem Set.
Jim Halls Spiel ist düster, unkonventionell, mehrdeutig, es klingt wie Schlagzeug und Gesang gleichzeitig – insbesondere im vierten Satz. Brookmeyer bestimmt das Tempo. Sein Part wird zum Bühnenbild für die andern Beiden, vor dem sie erzählen und Dialoge führen.
Giuffre, seit eh und je ein Geschichtenerzähler, erweiterte den Improvisationswinkel und schrieb seine Partitur so, dass jeder Musiker seinen eigenen, unabhängigen Part innerhalb des Trios hatte; Wohlfühl-Ecken gab es nicht. Ohne Rhythmusgruppe waren erkennbare Intervalle, Kadenzen, Zwischenspiele oder ähnliches zum Fenster hinaus.
Er selbst spielt einige seiner zurückhaltendsten und dennoch kühnsten Soli innerhalb der Grenzen seines Trios und soweit es die Form dieser Suite gestattet. Sie hat den leichten Schwung des Westküsten-Jazz, aber dem Empfinden nach ebensoviel Ehrgeiz wie Coplands "Billy The Kid".
Die Platte enthält zwei weitere Stücke, deren eines Eddie Durhams "Topsy" ist, und das bereits damals klassische "Blue Monk“ stellt innerhalb sämtlicher Aufnahmen der Band den Höhepunkt der Meisterschaft dar. Das leichtgängige vordergründige Spiel von Brookmeyers Posaune, das den New Orleans-Stil verstärkt, steht in scharfem Kontrast zu Giuffres Klarinettenspiel. Es trägt die bluesgeschwängerte Melodie durch drei Harmoniewechsel, ehe er ein Solo spielt und danach drei weitere. Hall hält das alles zusammen und irgendwie klingt das Stück auf diese Weise sehr natürlich, wenn auch nicht wie "Monk", da gibt es nichts Kantiges – alles ist hübsch abgerundet. Dies ist ebenso solide Arbeit wie jede frühere oder spätere "Jimmy Giuffre 3"-Platte, und dabei zwei Stufen besser als "Trav'lin' Light", insofern als es das vollentwickelte Bewusstsein für Verantwortlichkeiten, Möglichkeiten und Freiheiten, Jazz für das Trio neu zu erfinden, enthüllt.

Aufnahme: 1958 von Heinz Kubicka, Herb Kaplan, und Tom Dowd
Produktion: Nesuhi Ertegun

Das Album enthält folgende Stücke:
Side 1
1. Pony Express
2. Apaches
3. Saturday Night Dance
4. Big Pow Wow

Side 2
1. Topsy
2. Blue Monk

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