Smiley Lewis: I Hear You Knocking - 180g LP LP9141

Smiley Lewis: I Hear You Knocking - Pure Pleasure 180g LP (LP9141)
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Audiohpile 180g LP Auflage vom englischen Label Pure Pleasure Records. Alle LPs von Pure... mehr
Produktinformationen "Smiley Lewis: I Hear You Knocking - Pure Pleasure 180g LP (LP9141)"

Audiohpile 180g LP Auflage vom englischen Label Pure Pleasure Records. Alle LPs von Pure Pleasure enthalten extrem hochwertige master an denen Größen wie Kevin Grey und Steve Hoffman arbeiten. Die LPs werden bei Pallas in Deutschland nach audiophilen Maßstäben gepresst. Einige US Plattenlabels vertreiben mittlerweilen auch bei Pallas gepresste Schallplatten, da die heimische Plattenschmiede RTI zuweilen sehr stark ausgelastet ist. Die Kritiken summen auch im Ausland lobeshymnen über die deutschen audiophilen Pressungen.

Dave Bartholomew wurde oft dahingehend zitiert, dass Smiley Lewis »ein Sänger mit viel Pech« gewesen sei, weil er von seinen Singles für Imperial nie mehr als 100000 Stück verkauft habe. Tatsächlich hatte Lewis aber in vielerlei Hinsicht Glück - er konnte sich immer der Unterstützung der besten Sessionmusiker im Cosimo's sicher sein, profitierte von erstklassigem Material und ebensolcher Produktion (eben durch Bartholomew) und hinterließ ein Erbe von fabelhaftem Crescent City Rhythm'n'Blues. Und wir Hörer können uns ebenfalls glücklich schätzen, dass es ihn gab.
Geboren mit dem sperrigen Namen Overton Lemons kam Lewis als Teenager nach New Orleans, bewaffnet mit einer großen, dröhnenden Stimme und einigem Geschick auf der Gitarre. Er trat, manchmal unter dem Namen 'Smiling' Lewis, und oft mit dem Pianisten Tuts Washington in verschiedenen Clubs im French Quarter auf. So wie sich der Rhythm'n'Blues in New Orleans entwickelte, so entwickelte sich auch Lewis. Er konnte 1952 mit "The Bells Are Ringing" seinen ersten nationalen Hit verzeichnen, über seine größten Verkäufe konnte er sich jedoch 1955 mit dem jubelnden "I Hear You Knocking" freuen, dessen unsterbliches Pianosolo von Huey Smith beigesteuert wurde. Und hier erwischte Lewis' wieder das angebliche Pech - durch die aberwitzig weiß-gewaschene Interpretation dieser traurigen Ballade durch die Pop-Chanteuse Gale Storm wurden alle Möglichkeiten eines Crossover zum Pop schon im Keim erstickt.
Aber Storm traute sich nicht an die B-Seite der Single heran, dem rockigen "Bumpity Bump" im Stil von Joe Turner, oder einigen anderen von Simley Lewis' Klassikern aus der Mitte der 50er Jahre ("Down the Road", "Lost Weekend" oder "Real Gone Lover"). In der Frontlinie der heißesten Musiker des Crescent City (die Saxophonisten Lee Allen und Clarence Hall sowie Herb Hardesty begleiteten Lewis üblicherweise) röhrte er wie ein Löwe.
Erstaunlicherweise hatte Fats Domino mehr Erfolg mit einigen Stücken von Smiley Lewis als er selbst, insbesondere mit "Blue Monday". Auch Elvis Presley, der das freche "One Night" glättete, hatte einen großen Hit, aber auch Lewis' Original von 1956 lief gut.
Zu diesem Zeitpunkt zehrte bereits der Magenkrebs an dem einstmals stämmigen Sänger. Er starb im Herbst 1966, schnell vergessen außerhalb seiner Heimatstadt New Orleans. Die folgenden Jahrzehnte korrigierten dieses Fehlurteil der Musikgeschichte, Smiley Lewis' Platz als einer der größten in der Reihe der R&B-Künstler im New Orleans der 50er Jahre ist ihm sicher. Sein herrlicher, überschäumender Rhythm'n'Blues verdient ein besseres Schicksal als bisher.

Aufnahme: Im Cosimo's (New Orleans)
Produktion: Dave Bartholomew

Es spielen:
Smiley Lewis (g, voc); a.o.

Das Album enthält folgende Stücke:
1. The Bells Are Ringing
2. Standing on the Corner
3. Blue Monday
4. Down the Road
5. Lost Weekend
6. Real Gone Lover
7. Bumpity Bump
8. I Hear You Knocking
9. I Can't Believe It
10. Hey Girl
11. One Night
12. Nothing But the Blues

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